Töpfermarkt Bremen 2011: Margret Ewert (Bergmann), Birke Kästner, Renate Langhein, Marianne Praetorius

Vom 18. bis 19. Juni 2011 war Töpfermarkt in Bremen, Samstag mit vergleichsweise schönem Wetter, Sonntag mit Regen und Sturm.

Es waren wieder interessante Töpfer (und ihre Werke natürlich) vertreten. Auch für Ulla und mich war einiges dabei 🙂

Ganz herzlich soll ich Hermann von seiner Cousine grüßen! Die Stimmung an ihrem Stand war trotz des Schietwetters prima!

18.06.11 - Töpfermarkt Bremen, schönes Wetter

18.06.11 - Töpfermarkt Bremen, schönes Wetter

Margret Ewerts Stand, schönen Gruß an Hermann!

Margret Ewerts Stand, schönen Gruß an Hermann!

Am Stand von Renate Langhein, trotz Regen gute Laune

Am Stand von Renate Langhein, trotz Regen gute Laune

Zuhause vor dem Ofen bei der Beuteschau

Zuhause vor dem Ofen bei der Beuteschau

Sonntag nach dem Landregen haben wir Zuhause erst einmal unseren kleinen Ofen entzündet. Leider war wetterbedingt die Besucher- (und Kunden-) Zahl des Marktes geringer als sonst. Wir haben uns jedenfalls Mühe gegeben, den Umsatz anzukurbeln.

Margret Ewert, Detail

Margret Ewert, Detail


Internetpräsenz der Keramikerin: akb-bremen.de.
Ein sehr sorgfältig gearbeiteter Teller, aber mit einer kleinen, etwas dickeren und craquelierten Glasurstelle. Sozusagen ein (vielleicht ungewollter) Kristallisationspunkt, nach dem sich meiner Meinung nach zu suchen lohnt. Inzwischen steht der Teller bei meiner Schwester, herzlichen Gruß! Dort ist gerade Kirschensaison:


Renate Langhein, Detail

Renate Langhein, Detail

Ein schlichtes, zurückhaltendes Stück, Maße: 8 x 11 cm. Eher auf der kleinen Seite, aber nicht ‚zu‘ klein. Die Töpferin verwendet schöne (nach Auskunft am Stand eigene), intensive Celadon- und Chün-Glasuren, die im Gasofen gebrannt werden. Diese Schale ist insgesamt leichter, dünner glasiert, hat aber innen einen schönen Glasursee, der von weiß ins türkise wechselt und in der Wandung mit einem dezent roten Hauch abschließt. Gut gefallen hat mir eine kleine Beule im unteren Bereich. Sie scheint mir versehentlich hineingeraten zu sein, weil an der Stelle die Glasur etwas verwischt ist. Dieses (vermeintlich) unabsichtlich deformierte, wodurch die Schale aus der Symmetrie ausbricht und eine Vorder- und Rückseite erhält, muss man spüren, um es zu begreifen.
Zum Gewicht kann man im hier vorgestellten Buch von Jan Kollwitz Interessantes nachlesen. Das gefühlte Gewicht dieser Schale erscheint mir jedenfalls stimmig.


Birke Kästner, Detail, mit Blumen und japanischer Shigaraki-Chawan

Birke Kästner, Detail, mit Blumen und japanischer Shigaraki-Chawan

Von dieser Töpferin haben wir schon zwei Becher. Diesmal also eine Vase, Maße: 14,5 x 16,5 x 7,5 cm (+1,5 cm Länge für den Ziergriff). Gebaut, mit einem Roll- oder Stempelabdruck unter der intensiven Salz-/Ascheanflugglasur durchscheinend. Die kleinen Röschen bringt sie hervorragend zur Geltung, oder?

Daneben habe ich einmal eine japanische Shigaraki-Chawan gestellt, um die Farbähnlichkeit zu demonstrieren. Dabei ist die Teeschale höchtwahrscheinlich ohne zusätzliches Salz gebrannt, nur durch den natürlichen Salzgehalt in Holz und Asche so glasiert.


Marianne Praetorius, Detail, mit japanischer Hagi-Chawan (Winterform)

Marianne Praetorius, Detail, mit japanischer Hagi-Chawan (Winterform)

Ein wirklich grooßer Becher, Maße 11 x 10 cm. Die Glasur, hat mir die Keramikerin erklärt, stammt aus übrig gebliebenen Resten. Sie hat sich unerwartet im oberen Rand teilweise zusammengezogen und den Blick auf den Scherben freigegeben. Dieser scheint dabei hell, nicht schmauchig-schwarz durch. Die Glasur selbst changiert im Farbton und trägt einen metallisch-schweren lüsterartigen Glanz, der an antike Bleiglasuren erinnert. Ziemlich spannend, finde ich.

Ein Hinweis zu Größe und Form: Mitunter verwischen die Grenzen zwischen Yunomi und Chawan, also Teebecher und Teeschale. Zum Vergleich habe ich daher daneben einmal eine japanische hochwandige Chawan abgebildet. Dieser Becher ist sogar noch höher und größer, ich kann ohne weiteres meine vollständige Faust (die nicht unbedingt klein ist) darin unterbringen und deshalb wird das Schlagen von Tee auch kein Problem sein.

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5 Gedanken zu “Töpfermarkt Bremen 2011: Margret Ewert (Bergmann), Birke Kästner, Renate Langhein, Marianne Praetorius

  1. Lieber Stefan, Vielen Dank noch einmal für den schönen Teller. Er macht sich nicht nur mit den Kirschen, sondern auch allerlei anderen Dingen sehr gut… und ja, auch Keksen 😉
    Mich fasziniert ja immernoch der elbenartige Schriftzug rund um den Tellerrand, der sicher ähnlich wie bei „dem einen Ring“ auch erst im Feuer richtig zur Geltung kam.
    Trotz einigem Bemühen konnte ich aber immernoch nicht erkennen, ob es sich um eine Schrift handelt, die ich eigentlich lesen können sollte, und damit auch was dort steht, oder eben um fremde Schriftzeichen. Ob das irgendwann einmal aufgeklärt werden könnte ?
    Lieben Gruß
    Bine

    • Hi Bine,
      mal sehen, vielleicht kriegen wir das mit der Schrift (ist nicht von Sauron persönlich, so wie ich die Töpferin kennengelernt habe 😉 ) noch heraus.
      Lieben Gruß zurück,
      Stefan

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