Töpfermarkt Oldenburg 2014: Susanne Lukács-Ringel, Reimar Krüger, Markus Böhm

Am ersten Wochenende im August ist Töpfermarkt in Oldenburg, diesmal am 02. und 03.08.14.
Fast wäre ich diesmal nicht hingekommen, aber für einen Kurzbesuch hat es zum Glück noch gereicht!
Ich bin auch wieder fündig geworden:

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Getöpfert von Susanne Lukács-Ringel, ca. 8 x 11 cm groß und damit (für mich) von den Maßen im Optimum, unterer Bereich. Eine ganz tolle Oberfläche (gefördert durch eine aufgebrachte Shino-Glasur, die noch die Fingerspuren der Töpferin erkennen lässt). Um dieses Stück war ich in Frechen schon herumgeschlichen. Nun ist sie mein! Die kristallartigen Ausblühungen haben mitunter einen goldartigen Glanz und erinnern mich (sehr poetisch!) an einen Vorhang aus Jasminblüten in der Nacht.

 

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Dieses Stück ist getöpfert von Reimar Krüger, geschnitten und ebenfalls shino-glasiert. Hier fällt die Glasur jedoch ganz anders aus, warm-cremig-diffus, etwas schwierig zu fotografieren (der Apparat weiß bei der Automatik nicht gleich, ob das Bild nun scharf ist). Ca. 8,3 x 11 cm groß und trotz der kantigen (von der Grundform her achteckigen) Form angenehm in der Hand liegend. Vorn und am Rand sind Brandverletzungen durch andere anhaftende Stücke mit einer Goldreparatur ausgebessert worden. Wer sich bereits mit diesem Thema (Kintsugi) beschäftigt hat, weiß, dass es in der japanischen Tradition mehr als ein Reparieren und Ausbessern ist, sondern mit seiner eigenen Ästhetik zur Wirkung (und zum Wert) beitragen kann.

 

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Auch diese Schale stammt von Reimar Krüger, und ich hatte sie im Rohzustand bereits gesehen (weiß natürlich nicht, welche von ihnen genau es nun ist… ) Leicht deformiert (ca. 8 x 13,5 x 11,5 cm groß) und sehr anschmiegsam. Sowohl Gewicht als auch Größe sind für mich perfekt, sogar ziemlich deutlich auf der ‚leichten‘ Seite. Der kleine und hohe Standring erinnert mich an koreanische sowie japanische Ido-Formen. Noch kleiner sollte er von der Proportion her nach meiner Meinung nicht sein. Ein schönes, aber durchaus auch zurückhaltendes Farbenspiel mit viel Blau und scharf abgegrenzten Orangetönen. Darin die milchig-weißen Narben der Brandstützen. Viel zu sehen; aber wahrscheinlich werde ich sie zwecks Geburtstagsgeschenk noch bei Ulla abliefern – so bleibt die Vorfreude weiter erhalten.

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Auch innen harmonische, unaufgeregte Farbeindrücke.

 

 

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Farblich durchaus dynamisch diese Chawan von Markus Böhm. Sie fällt größer aus (ca. 8 x 12,5 cm), wirkt jedoch nicht überdimensioniert, auch dank ihres handlichen Gewichts. Sehr lebhaft und mit viel Glanz. Dominant ist das Tea-Dust-Grün, durch Soda teilweise ausgeschwemmt, sowie ein intensives Blau-Grau. Selbst Rottöne sind zu finden, auf der Unterseite mit smaragd-leuchtenden Tropfen kombiniert.

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– Die hier ggf. folgende Werbung stammt nicht von mir –

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