Tee des Tages: DMS Cha Khao Hoom Thai Reistee Classic

20171230_155518.jpg Ein weiterer Tee von Thomas Kasper, siam-tee.de. Diesmal tatsächlich aus Nordthailand, ein eher grüner Oolong mit natürlichem Reisaroma durch „Sticky Rice“-Kraut (chin. „Nuo Mi Xiang Nen Ye“ = „sweet fragrance rice tender leaves“).

Den Tee hatte ich schon etwas länger (vakuumiert) im Schrank und noch nicht probiert. Auch jetzt war mir bei der angekündigten Aromatisierung nicht ganz wohl. Immerhin reizte mich die Beschreibung damals zum Kauf, erinnerte sie mich doch an (hochwertige) chinesische Jasmintees, die eher verhalten Aroma beisteuern, ohne den Tee in seinem Kern zu übertönen. Oder auch an japanischen Genmaicha, der ja tatsächlich (anders als dieser Tee) neben Sencha geröstete Reiskörner enthält (die auch entsprechend klebrig werden können). Sicherheitshalber habe ich für diesen Probelauf lieber meinen kleinen Porzellan-Gaiwan genommen, um ein vielleicht zu intensives bleibendes Aroma in der Keramik zu vermeiden.

Die Oolong-Kügelchen sind grün-glänzend und recht ordentlich. Das aromatisierende Kraut ist eingearbeitet und optisch zunächst nicht auszumachen. Schon das trockene Blatt gibt aber einen intensiven, ganz deutlich an Duft-Reis erinnernden Geruch ab, was einerseits für die Vakuum-Versiegelung des Anbieters spricht, andererseits meine Befürchtung, eine mir persönlich ‚zu‘ starke Aromatisierung vorzufinden, zu bestätigen scheint.
Entsprechend der Farbe des Tees und der Empfehlung des Händlers mit etwas abgekühltem Wasser aufgegossen: Ein kräftiger Reisduft verbreitet sich im Raum. Ulla fragt mich, was für Experimente mit Reis ich da denn machen würde 😉
Im Getränk dann deutlich dieses Aroma, aber parallel auch ein frisch-fruchtiger, kräftiger Oolong-Geschmack.
Inzwischen bin ich beim fünften Aufguss mit immer weiter steigender Temperatur, der das Reisaroma noch immer bewahrt, während der Teegeschmack sich verstärkt.

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Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Ich schätze, dass es letzten Endes eine Geschmacksfrage ist. Der Tee ist ordentlich, sauber verarbeitet und nicht künstlich. Auf dem Foto oben sieht man ein solches aromatisierendes Blatt, das etwas dunkler ist und optisch an Mangold o.ä. erinnert. Mir persönlich scheint das Verhältnis zwischen Aroma und Tee gerade anfangs zu Lasten des Tees zu gehen. Durchaus spannend und deshalb bin ich für diese Erfahrung dankbar. Ob ich den Tee in mein dauerhaftes Repertoire aufnehme, bezweifle ich momentan. Ist aber durchaus einen Versuch wert. Ich kann mir vorstellen, dass beispielsweise Urlauber, die solchen Tee vor Ort getrunken haben, erfreut oder begeistert sein werden, ihn hier wiederzufinden und ihre Urlaubserinnerungen gleichsam auffrischen zu können 🙂

110306_monoUpdate: zweites Mal in meiner Mono-Standard-Kanne zubereitet (also viel mehr Wasser im Verhältnis). Ergebnis: Deutlich leichteres, frischeres Aroma, ‚besser‘ für diesen Tee. Weitere Teekoster (Julius und seine Freundin – ausgesprochene Thailand-Expertin) loben Tee und Aroma 🙂

 

 


…die hier ggf. folgende Werbung stammt nicht von mir…

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